Was ist Ego-State-Therapie?

Jeder Mensch trägt verschiedene Ich-Anteile oder Persönlichkeitsanteile in sich, die auch „Ego-States“ genannt werden können.

Im Allgemeinen leben diese inneren Anteile in einem guten Einklang miteinander und unterstützen uns, die verschiedenen Herausforderungen des Lebens zu meistern und den unterschiedlichsten Situationen angemessen zu begegnen.

Durch das Erleben von Grenzsituationen im Leben, überfordernde Momente oder gar traumatische Erfahrungen können diese in ein Ungleichgewicht geraten.

Die Ego-State-Therapie ist eine effektive Methode, diese inneren Anteile sichtbarer zu machen und sie (wieder) in eine harmonische Beziehung zueinander zu bringen.

Ergänzt wird diese Methode in der somatischen Ego-State-Therapie durch Ansätze aus Somatic Experiencing (SE) nach Peter Levine, körperorientierten Methoden nach Sonja Gomez und Marcello Muniz sowie den Kenntnissen aus der Polyvagal-Theorie nach Steven Porges.

Körperreaktionen sind unwillkürlicher und meist schneller als verbale emotionale Äußerungen. In unseren Bewegungen und Körperhaltungen können sich daher wichtige Hinweise für neue heilende Erfahrungen zeigen. Insbesondere bei traumatischen Erfahrungen kann diese Methode hilfreich sein.

Dr. Woltemade Hartman entwickelte in der somatischen Ego-State-Therapie eine eigene Methode, um über Körperarbeit Zugang zu den Ego-States zu bekommen und sie auf dieser Ebene zu begleiten.